Katzen sind grausam.

Ich meine, dass Katzen grausam sind, das ist eigentlich niemandem neu.

Wenn Cimba oder Camba nach hause kommen, und eine (tote) Maus dabei haben, dann freue ich mich, lobe sie ausgiebig, und gönne ihnen ihre verdiente, und noch dazu sehr gesunde Mahlzeit.

Aber wenn ich ihnen draußen dabei zusehe, wie sie die Maus fangen, dann ist das schon wirklich grausam. Die arme Maus, die ja sowieso kein Chance mehr hat, wird über den asphalt getrieben, so weit sie nur laufen kann. Sie quitschen und rennen um ihr leben. Cimba und Camba sitzen daneben, schauen sich das ganze mit einer wirklich sehr amüsierten Stimmung an, und immer wenn die Maus mehr als zwei Schritte weg ist, bewegen sie sich hinter ihr her, worauf die Maus noch mehr quitscht. Mir war das zu grausam, ich bin dann gegangen ;-)

Ein andermal brachte Cimba eine noch lebende, kleine Maus mit nach hause. Normal tun sie das nicht, das war die einzige lebendige Maus, die sie bisher dabei hatten. Sie spielt mir ihr (bzw. vielmehr mit dem Leben der Maus), schubste und warf sie, und immer mal wieder quitschte das arme Ding. Irgendwann war es dann soweit: Ein Biss, und der Kopf war weg. Einfach so. Bei lebendigem Leib gefressen. Die Maus tat mir wirklich leid.

Am Sonntag aber musste ich eine ganz neue Grausamkeit unserer Katzen feststellen: Und zwar gegen mich!

Ich hatte am Samstag abend bis 22:30 Uhr die Wohnung geputzt, denn es war nötig gewesen. Als ich fertig war, freute ich mich sehr darüber, dass nun alles so sauber war, und der Boden wieder glänzte :)

Sonntag morgen stand ich dann auf, und in der Küche habe ich mich wieder über den Boden gefreut. Dann kam Camba heim. Mit Pauken und Trompeten kündigte er sich an. Das tut er immer, wenn er etwas mitbringt. Aber es klang definitiv nicht nach Maus. Also bin ich ihm entgegen, denn eigentlich klang es eher, als hätte er ein gebrochenes Bein oder so. Weit gefehlt!

Die Katzenklappe öffnete sich, und heraus guckten Vogelfedern, und dann der Kopf meines Katers. Ok, nun konnte ich diesen Laut auch erkennen, er bedeutete: Guck mal, ich hab einen Vogel!!!

Als er drin war machte er sich auch gleich ans Werk. Er marschierte mit der Beute (zum Glück schon tot) ins Wohnzimmer, platzierte sie auf meinem frisch geputzen Boden, und fing an, den Vogel, als hätte er das studiert, wie im Buche beschrieben zu rupfen. Als er fertig war, war das ganze Wohnzimmer voller Federn. Das frisch geputze Wohnzimmer. Dann zog er mit dem blutenden Vogel in die Küche um, platzierte ihn dort, und fraß ihn auf. Als er fertig war, ging er 2 Meter, und erbrach ihn dann wieder. Dann nochmal 2 Schritte, und nochmal gekotzt. Ist das zu glauben? Innerhalb von maximal 10 Minuten hatte er meine frisch geputze Wohnung komplett in den Ausnahmezustand versetzt! Überall Federn, Blut und Kotze!

Katzen sind wirklich grausam!
(ich machte mich dann daran, das alles wieder aufzuräumen …)

Kategorie: Allgemein, Katzen
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2 Kommentare
  1. Arutha sagt:

    warum hat er den vogel erbrochen?

  2. Stefanie sagt:

    Hmm, ich denke er verträgt die massig vielen Knochen nicht. Mäuse haben da deutlich weniger von …
    Aber genau wissen tue ich es nicht – Muss ich mal nachschlagen ;-)

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